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32. Frühstückstreff am 12.12.2019

„Mit flacher Hierarchie Potentiale fördern“

Immer mehr Unternehmen lassen Beschäftigte aktiv mitentscheiden. Doch was haben Geschäftsführende zu bedenken, wenn sie ihren Betrieb per Lean Management führen möchten?

Auf dem 32. Frühstückstreff des Bündnisses für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg diskutierten am 12. Dezember 2019 Geschäftsführende und Personalverantwortliche über den möglichen Kulturwandel im eigenen Unternehmen.

Zu Beginn gab Barbro Müller, Beraterin und Gründerin des B7-CAMPUS Windeck, einen Einblick in die Welt des Lean Managements. Im Anschluss berichtete Michael Althoff, Geschäftsführer von Yellotools Limited und Ludwig-Preisträger in der Kategorie „Besondere Unternehmerische Leistung“, gemeinsam mit zwei Kolleginnen über das neue Miteinander in der Windecker Werkzeugmanufaktur. Inhaltlich vorbereitet wurde der Frühstückstreff vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg.

Bessere Chancen für weibliche Fachkräfte

„Meine besondere unternehmerische Leistung ist loslassen. Lean ist einfach und adaptierbar für jeden. Durch unsere Unternehmenskultur sind wir jetzt ein Fachkräftemagnet“, stellte Althoff gleich zu Beginn fest. Eine weitere Strategie des Geschäftsführers ist die Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf verschiedene Beschäftigte mit den gleichen Kompetenzen und Interessen. Je nach Beschäftigtentalent, kann das auch abteilungsübergreifend sein.

Gerade weibliche Fachkräfte entdecken und entwickeln ihre Potentiale in Unternehmen mit flachen Hierarchien. Ria Diouf, ehemalige Produktionsmitarbeiterin und jetzt Prokuristin bei Yellotools, betonte: „Unser Chef vertraut uns. Vor zehn Jahren wusste ich noch nicht, dass ich so weit im Betrieb komme.“ Auch Melanie Schweitzer, Expertin  für die CNC-Maschine, berichtet: „Ich bin froh, dass ich meine beruflichen Träume verwirklichen kann.“ 

Wenn alles im Flow ist

Der Kern von Lean Management ist, wie das Beispiel zeigt, die Einbeziehung von Menschen. „Bei Lean geht es vor allem um die Bereitschaft zur Veränderung und kontinuierlichen Verbesserung. Dies bedeutet für viele Unternehmen einen  grundlegenden Kulturwandel. Dieser kann nur entstehen, wenn Fehler und Probleme zugelassen und als Chancen und Potentiale verstanden werden“, stellte Expertin Barbro Müller auf dem Frühstückstreff fest.

In der neuen Führungskultur ist daher Raum für die Ideen aller. Beschäftigte und Führungskräfte begegnen sich auf Augenhöhe und entwickeln gemeinsam Lösungen. Damit wirklich alles im Flow ist, werden in Lean-Betrieben täglich Arbeitsabläufe optimiert.

Unternehmen, die auf eine demokratische Führungskultur setzen, verschwenden nicht nur weniger Ressourcen, sondern motivieren und binden auch ihre Mitarbeitenden. Zu erwarten sind daher mehr Bewerbungen von potentiellen Nachwuchs- sowie erfahrenen Fach- und Führungskräften.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds