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3. Dämmerschoppen am 12.05.2022 im Hilton Bonn

Dem Motto „#Ausbildung klar machen“ folgten am 12. Mai 2022 mehr als 120 Gäste und machten aktiv beim 3. Dämmerschoppen des „Bündnis für Fachkräfte“ im Hotel Hilton in Bonn, mit.

Wie üblich, gab es zunächst einen Impulsvortrag zur Gesamtsituation des aktuellen regionalen Ausbildungsmarktes, durch den Geschäftsführer-operativ der Arbeitsagentur Bonn, Bernd Lohmüller.

Danach ging es gleich in die Praxis. Wie bewerben sich heute Arbeitgeber*innen um Auszubildende? Dazu stellte David Lee Schlenker (DLS-Vollkorn-Mühlenbäckerei GmbH) kurz sein Unternehmen vor. Wie alle im Lebensmittelhandwerk sucht auch er intensiv nach Auszubildenden und wird u.a. deshalb fündig, weil er vorbehaltslos die Hürden zum Einstieg in sein Unternehmen niedrig hängt. Was zählt ist Interesse und Motivation. So sind seine Auszubildenden häufig bereits lebensälter und interessieren sich für Nachhaltigkeitsthemen, was zu der überregional bekannten Biobäckerei gut passt.

Aus seiner Praxis als Ausbildungsleiter bei der tarent solutions GmbH Bonn, berichtete im Anschluss Stefan Walenda. Auch sein Unternehmen setzt weniger auf Zeugnisnoten, als vielmehr auf Talent. Wichtig sei es, Ausbildung zur „Chefsache“ zu machen und einen hauptamtlichen „Kümmerer“ zu haben. Die Ausbildungsmöglichkeiten in der IT Branche seien vielfältig und die Herangehensweise bei der Suche nach den dringend benötigten Bewerber*innen in ihrer Branche erfordere neue Wege, beispielsweise auch Sprachförderung. Deutlich wurde dieses Engagement bei der Vorstellung seines Auszubildenden, der obschon erst seit 4 Jahren in Deutschland, in fehlerfreiem Deutsch aus seinem 3. Lehrjahr berichtete. Genau dies macht er auch als „Ausbildungsbotschafter“ für seinen Beruf, wenn er Schulklassen besucht.

Dazu gesellten sich 2 Auszubildende der Heinrich Thomas GmbH & Co. KG -Autohaus Thomas, die auch zu diesem Kreis gehören und sich bei der Berufsorientierung an Schulen durch Besuche in den Klassen engagieren.

Es war dann sehr beeindruckend, wie alle drei ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Wünsche zum Thema Ausbildung schilderten und auch die der Schüler*innen, die sie bei den Schulbesuchen antreffen.

Der anschließende Austausch zwischen knapp 100 Unternehmen, zumeist Ausbildungsverantwortliche und den weiteren Gästen, war ungeheuer lebendig, kreativ und lehrreich für alle. Dabei waren kleinere Handwerksbetriebe ebenso engagiert dabei, wie große Konzerne und öffentliche Einrichtungen.

Im Ergebnis wurde eine Vielzahl an Ideen gesammelt, wie es besser gelingen kann sich attraktiv zu präsentieren und geeignete Auszubildende zu finden. So wurde beispielsweise eine stärkere Einbindung von Auszubildenden im Kontakt mit den Schulen hervorgehoben und viele wollen zukünftig verstärkt „Botschafter*innen“ entsenden und sich an dem sehr erfolgreichen Projekt der IHK aktiv beteiligen. Die Vereinfachung von Bewerbungsverfahren war ebenfalls ein großer Wunsch der Runde. Dazu gab es viele Ideen wie z. B. „One-Klick-Bewerbungen“, Apps und geeignete Webauftritte. Der wertschätzende Umgang mit den Auszubildenden, eine stärkere Vernetzung und gemeinsame Projekte von regionalen Betrieben sind weitere Beispiele dafür, wie Ausbildung künftig besser gelingen kann.

Das Bündnis für Fachkräfte wird das Thema weiterhin aktiv begleiten und plant weitere Veranstaltungen dazu anzubieten.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds