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6. Frühstückstreff am 03.07.2013 im Kreishaus in Siegburg

Visionär ging es am 03.07.2013 beim 6. Frühstückstreffen des Bündnisses für Fachkräfte zu. Unter dem Motto „Attraktive Arbeitsmarktregion Bonn/Rhein-Sieg 2025“ hatten Anita Halft und Gertrud Hennen (Projektleiterinnen, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg) gemeinsam mit dem Facharbeitskreis „Zukunft mit Frauen gestalten“ eingeladen.
Über 50 interessierte Besucherinnen und Besucher beschäftigten sich mit der Frage welche Veränderungen Unternehmen und Institutionen vornehmen müssen, um die Region auch in Zukunft als attraktiven Standort zu gestalten.

Silke Göldner (Leiterin Fachbereich Wirtschaftsförderung, Stadtbetriebe Siegburg AöR) stellte die nachfolgenden Visionen kurz vor und lud die Teilnehmenden anschließend ein an diesen mitzuarbeiten, mit dem Ziel die Frauenerwerbstätigkeit für das Jahr 2025 quantitativ zu erhöhen und qualitativ zu verbessern.

Die erste Gruppe der Visionärinnen und Visionäre, vertreten durch Irmgard Schillo (Gleichstellungsbeauftragte, Rhein-Sieg-Kreis) und Frauke Fischer (Gleichstellungsbeauftragte, Stadt Königswinter), träumt davon, dass Führen in Teilzeit im Jahr 2025 akzeptierte Praxis ist. Ansätze, um dieses Ziel zu erreichen, sah die Arbeitsgruppe vor allem darin, dass Teilzeit in Unternehmen und Gesellschaft höhere Akzeptanz findet, um so auch in den Führungsetagen realisierbar zu sein. „Unternehmen müssen eine offene Unternehmenskultur pflegen, in der Teilzeit volle Akzeptanz findet und alle Mitarbeitenden des Teams beteiligt werden. Zudem sollten professionelle Konzepte erarbeitet sein, damit Jobsharing reibungslos eingeführt und umgesetzt werden kann. Nur so wird unsere Vision Wirklichkeit“, resümiert Schillo. Fischer betont, dass Teilzeitmodelle kein reines Frauenthema darstellten, auch Männer wünschen sich zunehmend eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Edith Kühnle (Geschäftsführerin, Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V.) setzte sich den imaginären Hut der Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises 2025 auf und überreichte dem 1500. Unternehmen, dargestellt durch Alexandra Wachendorfer (Inhaberin, ar priori), das Zertifikat „familienorientiertes Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg“. In der anschließenden Diskussion erarbeitete die Gruppe Maßnahmen, die diese Vision innerhalb der nächsten 12 Jahre Wirklichkeit werden lassen könnten. Als dringlichste Anliegen zur Realisierung wurden hier die gesicherte sowie flexiblere Kinderbetreuung in den Einrichtungen, flankierende Angebote für pflegende Mitarbeiter/innen und die vertrauensvolle, an den Bedarf der Mitarbeitenden angepasste, Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten festgehalten.

„Gelebte Diversity“ sehen Ursula Schubert-Sarellas (Beauftragte für Chancengleichheit, Agentur für Arbeit Bonn) sowie Dario Thomas (Leiter Geschäftsfeld Fachkräftesicherung, IHK Bonn/Rhein-Sieg) als ihre Vision 2025, die es in den regionalen Unternehmen umzusetzen gilt, um dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen. In der Gruppendiskussion entschieden sich die Teilnehmenden für Migranten und Menschen 50plus als stärkste Zielgruppen, die es in den Unternehmen als Potenzialträger zu erkennen gilt. Schubert-Sarellas und Thomas sehen ihre Version erst dann erreicht, wenn alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und ethnischer Herkunft in den regionalen Unternehmen als potenzielle Fachkräfte erkannt, ausgebildet und beschäftigt werden. Um hier die Weichen möglichst früh zu stellen, will die IHK bereits bei der Berufswahl der Schüler/innen und dem Auswahlverfahren der Betriebe Akzente zur Geschlechtergleichheit setzen, so Thomas.

Den abschließenden Blick in die Zukunft wagten Johanna Helbig (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg) und Alexandra Rusin (Beauftragte für Chancengleichheit, Jobcenter Bonn) mit der Vision „Alle Frauen verfügen mit 45 Jahren in der Region Bonn/Rhein-Sieg im Jahr 2025 über eine abgeschlossene Berufsausbildung“. Um diese Vision zu realisieren, konstatiert die Gruppe, müssten in erster Linie Unternehmen das Modell Teilzeitausbildung anbieten und Offenheit für flexible Arbeitszeitmodelle gewährleisten. Die Frauen selbst benötigen eine Portion Mut und Durchhaltevermögen, um eine Veränderung zu erreichen und eine Ausbildung abzuschließen. Von den Institutionen sowie Ministerien wünschten sich die Teilnehmenden bessere Rahmenbedingungen d.h. umfangreichere Kinderbetreuungsangebote, eine Vereinfachung der Fördermöglichkeiten sowie Anreize für Unternehmen, um frauenfördernde Maßnahmen anzubieten. Eine Teilnehmerin der Arbeitsgruppe schließt mit dem Fazit „Wir brauchen nicht nur eine Frauen-, sondern auch eine Elternquote in den Unternehmen“.

Nach dem Austausch in den einzelnen Gruppen, der Präsentation der Ergebnisse und dem Abschluss durch die beiden Gastgeberinnen diskutierten die Teilnehmenden bei Kaffee und Brötchen das Thema Frauenerwerbstätigkeit im kleinen Rahmen weiter. Moderiert wurde die Veranstaltung, wie gewohnt, von Martina Schönborn-Waldorf (Projektleiterin „Bündnis für Fachkräfte“ und Leiterin der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg).

 

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