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Bündnis für Fachkräfte
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4. Frühstückstreff am 09.04.2013 im Jobcenter Rhein-Sieg

Beim vierten Frühstückstreffen des Bündnisses für Fachkräfte stand das Handlungsfeld „Teilhabe an Arbeit verbessern“ im Fokus.

Hierzu hatten die beiden Themenverantwortlichen, Ralf Holtkötter (Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Sieg) und Günter Schmidt-Klag (Geschäftsführer des Jobcenter Bonn) am 09. April 2013 in die Räumlichkeiten des Jobcenters Rhein-Sieg eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martina Schönborn-Waldorf (Leiterin der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg und Projektleiterin „Bündnis für Fachkräfte“).

Ralf Holtkötter begrüßte die Gäste und gab einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2012 in welchem es von Seiten der Jobcenter Bonn und Rhein-Sieg gelungen ist, ca. 9.000 Menschen mit Vermittlungshemmnissen in Arbeit zu vermitteln.

Als ersten Impuls stellten Thomas Hahn (Jobcenter Rhein-Sieg) und Saverio Di Giuseppe (SDG Kunststoff) das Projekt „Joboffensive Rhein-Sieg“ vor. Projektstart war der 01. April 2013. Zielgruppe sind (Neu-) Kunden/-innen des Jobcenters im Alter zwischen 25 und 49 Jahren mit Bezug von Arbeitslosengeld II. Thomas Hahn führte aus, dass für die Umsetzung des Projektes vierzehn (neue) Mitarbeiter/-innen in die Arbeitgeberbetreuung integriert wurden, um eine engmaschigere und damit effizientere Betreuung der Kunden zu gewährleisten. Darüber hinaus machen sich die Arbeitgeberbetreuer/-innen vor Ort in den Betrieben ein Bild über das Anforderungsprofil des zukünftig zu besetzenden Arbeitsplatzes, um somit eine möglichst passgenaue Vermittlung der Kunden zu erreichen. Nach der Projektphase von zwei Jahren soll es gelingen, durch das gesamte Projektteam zusätzlich 1.400 Kunden mit Vermittlungshemmnissen nachhaltig in Arbeit zu integrieren.

Saverio Di Giuseppe ist Inhaber des Betriebes SDG Kunststoffverarbeitung; ein mit 21 Mitarbeitern tätiges regionales Familienunternehmen und Partnerbetrieb im Rahmen der Joboffensive. Er ergänzt, dass er bereits aus der guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter profitiert hat und hierbei den persönlichen Kontakt mit den Fachberatern/-innen sehr schätzt. Zudem stellt Saverio Di Giuseppe dar, dass es gerade für ein kleines Unternehmen problematisch ist qualifizierte Fachkräfte zu finden. Eine dauerhafte Integration in den Betrieb scheitert oft an mangelnder Qualifikation. So hat er sehr gute Erfahrungen mit der intensiven Einarbeitung zwar fachfremder, aber hoch motivierter Mitarbeiter aus dem Projekt.

Zum Thema „öffentlich-geförderte Beschäftigung“ stellten Jean-Pierre Schneider und Anita Schönenberg vom Caritasverband für die Stadt Bonn die Projekte des Caritasverbandes vor. Sie führten aus, dass bei den Maßnahmen der Caritas grundsätzlich die Thematik „Teilhabe“ im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, Menschen mit beispielsweise psychischen Erkrankungen, geistigen Behinderungen oder Suchterkrankungen eine Heranführung an und dauerhafte Integration in Arbeit zu ermöglichen. Anita Schönenberg erklärte beispielhaft die „KostBar“, ein Gastronomieprojekt der Caritas. In der „KostBar“ werden Speisen täglich frisch zubereitet und auf dem Bonner Markt sowie im Caritas Bistro verkauft. Durch das Mitmachen in diesem Projekt erhalten arbeitslose, häufig psychisch beeinträchtigte Menschen einen strukturierten Tagesablauf, Stabilität sowie Wertschätzung durch andere. Bei den Maßnahmen des Caritasverbandes wird darauf geachtet Vertrauen zu schaffen, eine Ausbildung sowie die langfristige Bindung in Arbeit zu ermöglichen.

Nach den beiden Impulsvorträgen wurden, wie bei den Frühstückstreffen des Bündnisses üblich, zunächst in kleinen Arbeitsgruppen konkrete Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, ausgetauscht und diskutiert sowie anschließend in großer Runde zusammengetragen.

Den Abschluss machten die beiden Gastgeber. Hierbei ging Günter Schmidt-Klag nochmals auf das Hauptproblem der Qualifizierung ein und der Tatsache, dass ca. zweidrittel der Kunden im Leistungsbereich des Sozialgesetzbuches II über keine berufliche Qualifizierung verfügen.
Er resümierte, dass mit dieser Veranstaltung jedoch zwei Lösungsansätze vorgestellt wurden, Menschen mit Vermittlungshemmnissen eine dauerhafte Integration in Arbeit zu ermöglichen.

 

Die Ergebnisse können Sie hier einsehen.